Aktualität und Notwendigkeit

Sauberes Trinkwasser: Knappes Gut

Der weltweite Wasserverbrauch steigt stetig; die verfügbaren Ressourcen werden immer wertvoller und gleichzeitig nimmt auch die Belastung des Trinkwassers durch beispielsweise Keime oder chemische Rückstände zu. Die Risiken solcher Verunreinigung sind unkalkulierbar. Dies gilt nicht nur in Schwellenländern, sondern auch in hochentwickelten Industrieregionen wie Deutschland, Europa und den USA.
Weltweit sterben jährlich rund 2.2 Millionen Menschen an Krankheiten, die durch das Trink- oder Brauchwasser übertragen werden, weit mehr als 1.000 davon in Deutschland.

Vor allem Arzneimittelrückstände, Düngemittel und andere giftige Stoffe im Wasser sind ein ernstzunehmendes Problem. Ebenso stellen bakterielle Verunreinigungen des Grundwassers durch Legionellen, Kryptosporidien und EHEC-Bakterien eine Gefahr da. Die Ursache hierfür ist oft geologisch bedingt, da die natürliche Filterwirkung der Grundwasserdeckschichten für einen vollständigen Rückhalt von Bakterien immer weniger ausreicht.

Es sind also neue Technologien gefordert, um aus bisher nicht nutzbarem Wasservorkommen sicheres Trinkwasser zu gewinnen. Die Bundesregierung hat dies erkannt und am 01. Januar 2003 die Trinkwasserverordnung (TWO) verabschiedet.
Darin wurden die äußerst strikten EU-Grenzwerte für potenzielle Krankheitserreger im Trinkwasser übernommen. Die Grenzwerte für bakterielle Werte liegen bei 100 koloniebildenden Einheiten (KbE) je Milliliter für die Gesamtkeimzahl Escherichia coli; Enterokokken und coliforme Bakterien dürfen in 100 Milliliter Wasserprobe nach einem Anreicherungsverfahren nicht nachweisbar sein.
Dennoch liefert eine große Zahl öffentlicher Trinkwasserversorgungen belastetes Wasser an ihre Verbraucher.

Eine Trinkwasseraufbereitung durch Ultrafiltration schafft Abhilfe: Die Herausfilterung mit diesem Verfahren beseitigt mehr als 99,99 Prozent aller Keime. Das bedeutet einen mikrobakteriellen einwandfreien Trinkwasserzustand.

Möglichkeiten zur Abtötung, Inaktivierung oder Eliminierung von Mikroorganismen

 

Verfahren

  Chlorung Ozonung UV- Bestrahlung Thermische Desinfektion Filtration
Einzeln vorliegende Mikroorganismen:
Viren +/- + + + +
Bakterien + + + + +
Bakteriensporen - - - - +
Parasiten - - - (?) + +
Würmer - - - + +
In Aggregaten, Biofilmen oder in Partikeln vorliegend:
Viren - - - + +
Bakterien - - - + +
Bakteriensporen - - - - +
Parasiten - - - + +
Würmer - - - + +


Bei üblicher Anwendung:
+: wirksam; +/-: fraglich wirksam; -: in der Regel unwirksam

Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit